Burnout erkennen ist der erste Schritt, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Denn Burnout kommt nicht über Nacht. In diesem Beitrag erfährst Du, wie sich Burnout schrittweise entwickelt, welche Symptome typisch sind und welche Möglichkeiten es gibt, frühzeitig zu handeln.
Burnout kommt nicht über Nacht. Es entwickelt sich schleichend – oft über Monate hinweg.
Zu Beginn sind wir hoch motiviert, leistungsbereit und fokussiert. Wir wollen uns beweisen, übernehmen Verantwortung, machen Überstunden und stellen eigene Bedürfnisse zurück. Verabredungen werden abgesagt, soziale Kontakte vernachlässigt und mit scheinbar logischen Gründen erklärt. Genau hier zeigen sich häufig die ersten Burnout Symptome– insbesondere in Partnerschaften. In dieser Phase befinden sich Betroffene meist bereits in Stadium 4 bis 6 eines Burnouts.
Burnout erkennen – wenn Dauerstress zur Erschöpfung führt
Verstärken sich die Konflikte im privaten Umfeld, beginnt der innere Rückzug. Der Fokus liegt fast ausschliesslich auf der Arbeit. Typische Gedanken in dieser Phase sind: „Ich muss nur dieses Projekt noch schaffen, dann wird alles wieder besser.“ oder „Sie versteht einfach nicht, wie wichtig das für mich ist.“
Diese inneren Rechtfertigungen sind klassische Anzeichen eines beginnenden Burnouts.
Wir machen weiter, funktionieren, erledigen Aufgaben – aber ohne echte Verbindung zu uns selbst. Ein Gefühl der Entfremdung entsteht. In Stadium 8 eines Burnouts funktionieren wir nur noch.
Wenn der Körper stoppt: Erschöpfung und Zusammenbruch
Diese Phase hält meist nicht lange an. Danach folgt tiefe Erschöpfung, innere Leere und Hoffnungslosigkeit. Körperliche und geistige Kräfte sind aufgebraucht. Ohne rechtzeitige Burnout Hilfe kann es zum vollständigen Zusammenbruch kommen.
Ab Stufe 6 ist ein Burnout für das Umfeld deutlich spürbar, während Betroffene ihren Zustand häufig noch verleugnen. In Stufe 7 bemerken Betroffene den Leistungsabfall erstmals selbst und fühlen sich zunehmend erschöpft.
Spätestens hier sollte das Umfeld eingreifen. Denn ab Stufe 9 besteht oft bereits Arbeitsunfähigkeit durch Burnout.
Burnout Symptome: Rückzug, Überforderung und Leistungsdruck
Psychische Symptome- Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit
- Gefühl innerer Leere
- Bröckelndes Selbstwertgefühl
- Pessimismus
- Angstzustände
- Niedergeschlagenheit
- Antriebslosigkeit
- Schuldzuweisung nach aussen, an Kollegen, Vorgesetzte oder „das System“
- Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, Ungeduld
- Häufige Konflikte mit anderen, Intoleranz
- Zorn
- Erhöhter Blutdruck, Herzklopfen und Engegefühl in der Brust
- Schlafstörungen und Albträume
- Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
- Übelkeit und Verdauungsbeschwerden (Erbrechen oder Durchfälle)
- Sexuelle Probleme
- Starke Gewichtszunahme oder -abnahme infolge veränderter Essgewohnheiten
- Verstärkter Konsum von Nikotin, Alkohol oder Koffein
- Erhöhte Infektionsanfälligkeit
Burnout Hilfe durch frühzeitige Krisenintervention
Mit einer schnellen Krisenintervention bei Burnout kann ein Klinikaufenthalt oft verhindert werden. Wird ein Burnout frühzeitig erkannt und gezielt begleitet, kann der Krankenstand sogar bei null Tagen bleiben.
Wir kennen Burnout aus zwei Perspektiven: als Betroffener und als Partnerin. Unsere eigene Geschichte war der Auslöser, die Methode, die wir heute weitergeben, zu lehren – aus Überzeugung und aus Erfahrung.
Das Get out Programm – Hilfe, bevor der Körper stoppt
Aus der jahrelangen Arbeit mit Betroffenen ist das Get out Programm entstanden. Ein dreiwöchiges Burnout Kriseninterventionsprogramm, das stabilisierende Unterstützung bietet, bevor es zum Stillstand kommt.
Vorteile des Get out Programms: – Keine langen Wartezeiten – Keine Diagnosen – Konkrete Hilfe genau dann, wenn sie gebraucht wird
Hier findest Du alle Informationen zum Get out Programm – Deinem Weg raus aus dem Burnout.

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